Verzögerungen bei der Diagnose einer Herzinsuffizienz haben direkte Folgen für das Überleben

Es besteht die Notwendigkeit, Hausärzte bei der Diagnosestellung einer Herzinsuffizienz (HI) zu unterstützen, um eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen.1

Real-World Daten aus dem Vereinigten Königreich2,3

Von den über 42’000 Patienten, die über einen Zeitraum von 4 Jahren die Diagnose Herzinsuffizienz erhielten,

  • wurden ca. 40 % mit HI-Symptomen beim Hausarzt vorstellig
  • davon wurde jedoch nur bei 39 % eine Echokardiographie oder ein Test auf das natriuretische Peptid (NP) durchgeführt und nur 36 % wurden an einen Facharzt überwiesen
  • Die mediane Dauer vom Symptombeginn bis zur Diagnose betrug > 2,5 Jahre
  • Die mediane Dauer zwischen der Feststellung von Symptomen und einer Untersuchung/Überweisung war signifikant länger als in den NICE-Leitlinien empfohlen (NICE = National Institute for Health and Care Excellence, UK Guidelines)
Time Taken Chart

Zum Zeitpunkt der Diagnose hospitalisierte Patienten zeigten schlechtere Überlebensraten als jene, deren Krankheit in der Arztpraxis diagnostiziert und behandelt wurde – der mediane Unterschied betrug 2,4 Jahre (p < 0,001).3

Survival Probability Chart

Kaplan-Meier-Kurve zum Überleben von Patienten mit neu diagnostizierter Herzinsuffizienz, die zum Zeitpunkt der Diagnose hospitalisiert bzw. nicht hospitalisiert waren, gegenüber Vergleichspersonen entsprechenden Alters, Geschlechts und entsprechender Praxis3

Diagnosestellung bei Herzinsuffizienz

Für Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) kann eine frühzeitige Diagnosestellung und Behandlung entscheidend für das Wohlbefinden sein.1

Herzinsuffizienz kann sich als akute oder fortschreitende Erkrankung äussern, die durch Dyspnoe, Husten oder pfeifenden Atem, Erschöpfung, Wassereinlagerungen in den Beinen und/oder im Abdomen sowie eine reduzierte Fähigkeit Sport zu treiben oder körperlich anstrengende Tätigkeiten auszuführen gekennzeichnet ist.4

Eine HI wird typischerweise durch eine Kombination aus Untersuchungen diagnostiziert.4

Medical

Anamnese

Physical exam

Körperliche
Untersuchung

Signs and symptoms

Anzeichen
und Symptome

Wenn auf der Grundlage der Anamnese und der Anzeichen und Symptome der Verdacht auf Herzinsuffizienz besteht, sind zusätzliche diagnostische Massnahmen erforderlich, um HI auszuschliessen oder die Patienten zu identifizieren, bei denen zur Bestätigung der HI-Diagnose und zur Bestimmung des HI-Typs weitere Tests notwendig sind.5

Blood Tests

Blutuntersuchungen

Erhöhte NT-proBNP-Werte im Serum können auf eine HI hindeuten, wobei die Werte mit zunehmender Schwere der Krankheit weiter ansteigen.6

Echocardiogram

Echokardiogramm

Bei hohen NT-proBNP-Werten ist die Echokardiographie normalerweise als nächster diagnostischer Schritt angezeigt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Patienten meist zur Bestätigung der HI-Diagnose an den Kardiologen überwiesen.4

Ein Test zur Diagnosestellung und Stratifizierung von Risikopatienten

Das N-terminale natriuretische Peptid vom pro-B-Typ (NT-proBNP) ist ein kardialer Biomarker, der bei der HI-Diagnose, Risikoeinschätzung und klinischen Entscheidungsfindung hilfreich sein kann. Erhöhte NT-proBNP-Werte im Serum können auf HI hindeuten, wobei die Werte mit zunehmender Schwere der Krankheit weiter ansteigen.6

Versorgung der Herzinsuffizienz

Sogar mit der aktuellen Standardversorgung bei HI bleiben 9 von 10 Patienten symptomatisch und das Risiko für eine Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz und kardiovaskulär bedingten Tod besteht weiter.7*

Das ideale Szenario ist die Prävention der HI bei Hochrisikopersonen durch Adressierung ihrer häufigsten Ursachen und Untersuchung auf asymptomatische linksventrikuläre (LV) Dysfunktion.8 Bei Patienten, die bereits die Diagnose HI erhalten haben, werden jedoch primär folgende Versorgungsziele gesetzt:8

  1. Behandlung der zugrundeliegenden Ursache
  2. Verbesserung von klinischem Zustand, klinischer Funktion und Lebensqualität
  3. Verhinderung von Hospitalisierungen
  4. Senkung der Mortalität

Eine umfassende Versorgung der Herzinsuffizienz sollte aus einer Kombination folgender Massnahmen bestehen:8

  1. Ein leitlinienbasierter Ansatz mit pharmakologischen und/oder nicht-pharmakologischen Interventionen, der eine sorgfältige Berücksichtigung der Anamnese und körperlichen Untersuchungsergebnisse des Patienten erfordert
  2. Patientenorientierter Ansatz, der eine gemeinsame Entscheidungsfindung fördert
  3. Aufklärung des Patienten zur Verbesserung der Therapieadhärenz und -compliance
  4. Kontrolle und Nachbeobachtung, um eine mögliche Dekompensation zu erkennen und die Therapie anzupassen oder eine geeignete Therapie zu verordnen

* Auf Grundlage einer in den USA durchgeführten prospektiven Beobachtungsstudie an 3’494 ambulanten US-amerikanischen Patienten mit chronischer HFrEF aus dem CHAMP-HF-Register.6

Referenzen

1. Centers for Disease Control and Prevention. Heart failure. Accessed 18 March 2021. Available from: https://www.cdc.gov/heartdisease/heart_failure.htm. 2. Hayhoe B et al. Adherence to guidelines in management of symptoms suggestive of heart failure in primary care. Heart 2019;105:678–85. 3. Clare J Taylor et al. Trends in survival after a diagnosis of heart failure in the United Kingdom 2000-2017: population based cohort study. BMJ 2019;364:l223 4. Ponikowski P, Voors AA, Anker SD, et al. 2016 ESC guidelines for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure: the Task Force for the diagnosis and treatment of acute and chronic heart failure of the European Society of Cardiology (ESC): developed with the special contribution of the Heart Failure Association (HFA) of the ESC. Eur Heart J. 2016;37(27):2129-2200. 5. Rutten FH, Gallagher J. What the General Practitioner Needs to Know About Their Chronic Heart Failure Patient. Cardiac Failure Review 2016;2(2):79–84. 6. Salah K, Stienen S, Pinto YM, et al. Prognosis and NT-proBNP in heart failure patients with preserved versus reduced ejection fraction. Heart 2019;105:1182–1189. 7. Khariton Y, Nassif ME, Thomas L, et al. Health Status Disparities by Sex, Race/Ethnicity, and Socioeconomic Status in Outpatients With Heart Failure. JACC Heart Fail. 2018;6(6):465-473. 8. Ferreira JP, Kraus S, Mitchell S, et al. World Heart Federation Roadmap for Heart Failure. Glob Heart. 2019;14(3):197-214. 9. Faden G, Faganello G, De Feo S, et al. The increasing detection of asymptomatic left ventricular dysfunction in patients with type 2 diabetes mellitus without overt cardiac disease: data from the SHORTWAVE study. Diabetes Res Clin Pract. 2013;101(3):309-316.

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